Steuervorteile

STEUERVORTEILE FÜR FILMPRODUKTIONEN IN SPANIEN

Die Kanarischen Inseln bieten eine Reihe attraktiver steuerlicher Vorteile, die durch das Kanarische Wirtschafts- und Steuerrecht (REF)¹ im Rahmen der Rechts- und Verwaltungsvorschriften der EU und Spanien erfolgreich angewandt werden.

Dies macht die Kanarischen Inseln zu einem der besten Drehorte in Europa. Zusätzlich zu den oben genannten steuerlichen Vorteilen bieten die Inseln großartige Klima- und Naturbedingungen mit den unterschiedlichsten Landschaften und einem erfahrenen Filmsektor inklusive professioneller Ausrüstung und qualifiziertem Personal, das bereit ist, sich allen Anforderungen zu stellen.

Die Steuervergünstigungen sind:

1. Abzug für Investitionen ausländischer Produktionen: 40%
2. Abzug für Investitionen spanischer Produktionen oder Koproduktionen: 40-45%
3. Die Kanarische Sonderzone (ZEC)², die es ermöglicht, Ihr Unternehmen auf den Kanaren mit einem reduzierten Körperschaftssteuer-Satz von 4% zu gründen, und mit den oben genannten Steuervergünstigungen zu verbinden.

Dieser Steuervergünstigungen liegt auf dem spanische Festland bei 20% bei einem Limit von 3 Millionen Euro.

Gemäß des Wirtschafts- und Steuersystems der Kanarischen Inseln (REF) sind die spezifischen Vorteile für Filmproduktionen im Körperschaftsteuergesetz³ um 20 Prozent höher und die Höchstgrenzen liegen um 80% über denen in anderen spanischen Gebieten.


1. 40% STEUERABZUG FÜR AUSLÄNDISCHE PRODUKTIONEN

Produzenten mit Steuersitz auf den Kanarischen Inseln, die für die Umsetzung einer ausländischen Produktion (Produktionsdienstleistungsunternehmen) verantwortlich sind, profitieren von einem 40%-Abzug der förderfähigen Ausgaben auf den Kanaren. Die Steuervergünstigung ist auf 5,4 Millionen Euro begrenzt und bezieht sich somit insgesamt auf eine Steuerabzugsbasis von 13,5 Millionen Euro.

Welche Art von Produktionen haben Anspruch auf den Nachlass?

Ausländische Produktionen von Spielfilmen mit Erstellung einer Masterkopie als Basis für eine anschließende Massenproduktion. Deshalb sind Spielfilme, Animationsfilme, Drama-Serien und Dokumentarfilme in dieser Kategorie enthalten.

Welche Ausgaben sind abzugsfähig?

Ausgaben auf den Kanarischen Inseln, die direkt mit der Produktion zusammenhängen: Kosten für Künstler, sofern ihr steuerlicher Wohnsitz in Spanien oder in einem Mitgliedstaat des Europäischen Wirtschaftsraums liegt. Die Förderung ist begrenzt auf 100.000 € pro Person. Auch Ausgaben für technische Dienstleister und sonstige Lieferanten sind abzugsfähig.

Wer kann von diesem Abzug profitieren?

Produktionsfirmen oder Produktionsdienstleistungsunternehmen, deren Steuersitz auf den Kanarischen Inseln liegt, im Film- und Audiovisuellen Kunstinstitut (ICAA) eingetragen sind und an einer ausländischen Filmproduktion beteiligt waren.

Wie erhalte ich den Steuerabzug?

Die Höhe der Steuervergünstigung (40% der abzugsfähigen Ausgaben) wird in der Steuerperiode, in der die Filmproduktion abgeschlossen wird, von der Körperschaftssteuer abgezogen.

2. 40% – 45% STEUERGUTSCHRIFT FÜR INVESTITIONEN IN SPANISCHEN PRODUKTIONEN ODER CO-PRODUKTIONEN

Bei nationalen Filmproduktionen, die auf den Kanarischen Inseln aufgenommen wurden und das Kanarische Filmzertifikat erhalten, beträgt die Abzugsmöglichkeit 45% für Investitionen bis zu einer Million Euro und für weitere Investitionen 40%.

Diese steuerlichen Vorteile gelten bis zu einem Betrag von 5,4 Millionen Euro. und einer maximalen Abzugsbasis von 13.375.000 Euro.

Welche Arten von Produktionen können von den Steuervorteilen profitieren?

  • Filme mit Kinoveröffentlichungen
  • TV, Animations- und Dokumentarfilme/serien

unter der Voraussetzung, dass sie das Kanarische Filmzertifikat⁶ erhalten haben, welches – unabhängig von der Staatsangehörigkeit und Kunst-Zertifikaten des Instituts für Film und Audiovisuelle Kunst (ICAA) – von der Kulturabteilung der Regierung der Kanarischen Inseln ausgestellt wird.

Welche Ausgaben sind förderungswürdig?

Grundsätzlich abzugsfähig sind Produktionskosten sowie Aufwendungen für die Herstellung von Kopien und Ausgaben für Werbung, die vom Produzenten bezahlt wurden. Insgesamt abzugsfähig sind bis zu 40 Prozent dieser Kosten. Zuschüsse, die zur Finanzierung der grundsätzlich abzugsfähigen Ausgaben gewährt wurden, sind nicht abzugsfähig. Mindestens 50% dieser Aufwendungen müssen Ausgaben sein, die in Spanien getätigt wurden.

Wer kann vom Abzug profitieren?

Investoren mit Firmensitz auf den Kanarischen Inseln.

* Kanarisches Filmzertifikat

Um das Kanarische Film-Zertifikat zu erhalten, muss die Firma im Register der Kanarischen Filmfirmen registriert sein. Es muss sich um

eine spanische Produktion handeln und die folgenden Anforderungen erfüllen:

– Das erste Drehteam muss mindestens 11 ganze Tage auf den Kanaren entweder im Innen- oder Außenbereich drehen. Ausnahmen hiervon sind:

  • Animationsfilme: 20% der Produktionszeit auf den Kanaren
  • Dokumentationen: keine Mindestzeit
  • Kurzfilme: 50% der Dreharbeiten müssen auf den Kanaren stattfinden
  • TV-Serie: 20% der Staffel muss auf den Kanaren gedreht werden

– Einstellen einer regionalen Crew (mindestens eine Person in leitender Position oder einen Haupt – und/oder Nebendarsteller mit steuerlichem Wohnsitz auf den Kanarischen Inseln) Co-Produktionen werden als kanarische Produktionen angesehen, sofern der kanarische Produzent mehr als 20% der Kosten der Produktion übernimmt.

– Im Falle einer finanziellen Co-Produktion darf der Anteil des kanarischen Produzenten nicht unter 10% oder über 25% der Produktionskosten liegen.

– Der Antrag wird von dem Produktionsbüro auf den Kanarischen Inseln gestellt, das im Register der Kanarischen Filmfirmen eingetragen ist.

Wie erhält die Produktion den Steuerabzug?

Der Steuerabzug erfolgt über eine Steuergutschrift, die von der Körperschaftssteuer abgezogen wird. Ist die zu zahlende Steuer nicht hoch genug, um den vollen Betrag des Abzugs zu decken, so kann der Restbetrag in den folgenden Jahren von der Körperschaftssteuer abgezogen werden.

3. DIE KANARISCHE SONDERZONE (ZEC)

Ein Unternehmen, dass Produktionsarbeiten und Dienstleistungen im Filmbereich erbringt, kann als ZEC-Unternehmen gegründet werden.

und zahlt einen ermäßigten Körperschaftssteuersatz von 4% anstelle des derzeit in Spanien geltenden jährlichen 30% -Satzes, sofern es bestimmte Anforderungen erfüllt. ZEC-Unternehmen können eine Vielzahl von Arbeiten im Filmsektor durchführen wie z.B.:

  1. Produktion

– Film, Video, Radio- und Fernsehprogramme

  1. Produktionsdienste, Set-Unterstützung und Nachbearbeitung

– Casting, Standortdienste und Synchronisation

– Veröffentlichen und reproduzieren von Filmkopien und Aufnahmen

– Reproduktionen und Filmvervielfältigungen, Compositing und Fotogravur

– Vermittlungsdienste für den Abschluss von Verträgen

  1. Fotografie und Werbung

– Fotografie – und Filmentwicklung

– Erstellen von Katalogen, Publikationen und Werbematerialien

– Vorbereiten und Durchführen von Werbekampagnen

  1. Filmvertrieb

Voraussetzung für ZEC-Firmen:

a) Es handelt sich um ein neues Unternehmen oder eine Filiale

b) Mindestens einer der Geschäftsführer muss seinen Wohnsitz auf den Kanarischen Inseln haben.

c) Investieren von mindestens 100.000 € / 50.000 € (abhängig von der Wahl des Standortes; Produktion auf einer der Hauptinseln – Teneriffa oder Gran Canaria – oder auf einer der kleineren Inseln).

d) Schaffen von mindestens 5 Arbeitsplätzen / 3 Arbeitsplätzen (abhängig von der Wahl des Standortes; Produktion auf einer der Hauptinseln – Teneriffa oder Gran Canaria – oder auf einer der kleineren Inseln).

e) Das Ziel der Gesellschaft muss einer der ZEC-autorisierten Dienstleistungen entsprechen.

Vorteile einer ZEC-Firma:

a) Reduzierter Steuersatz von 4% auf die Körperschaftsteuer im Vergleich zu dem derzeit geltenden Steuersatz von 30%.

b) Befreiung von der Grunderwerbs- und Stempelsteuer.

c) Befreiung von der regionalen IGIC-Steuer (Canary Island General Indirect Tax = Mehrwertsteuer) bei der Einfuhr (sowohl bei Rohstoffen als auch Investitionen oder Fertigerzeugnissen) und für Transaktionen mit anderen ZEC-Gesellschaften.

d) Das Abkommen zur Vermeidung der Doppelversteuerung gilt ebenso wie die Befreiung von Steuern auf Kapitalrückführung durch die Anwendung der Mutter-Tochter-Richtlinie. Daher würden Dividenden, die von der ZEC-Gesellschaft an die Muttergesellschaft außerhalb Spaniens überwiesen wurden, von der Quellensteuer befreit, wobei das internationale Doppelbesteuerungsabkommen am Bestimmungsort angewandt wird.

e) Die Beschränkung, den Abzug auf die doppelte inländische Besteuerung auf Dividenden anzuwenden, wurde aufgehoben. Dieser ZEC-Steuervorteil – kompatibel mit den steuerlichen Vorteilen für Filmproduktionen wie hier beschrieben – wurde von der Europäischen Kommission im Jahr 2000 autorisiert, um die wirtschaftliche und soziale Entwicklung der Inselgruppe zu fördern. Für weitere Informationen: www.zec.org

4. WEITERE VORTEILE AUF DEN KANARISCHEN INSELN

Canaries Investment Reserve (RIC)

Dieser steuerliche Vorteil ermöglicht eine Kürzung der Besteuerungsgrundlage der Körperschaftsteuer von bis zu 90% auf nicht ausgeschüttete Gewinne. Produktionsfirmen können diese Rücklagen anderer Unternehmen heranziehen, um sie in ihren Produktionen zu investieren, unter der Voraussetzung, dass sie das „Kanarische Filmzertifikat“ der Regierung der Kanarischen Inseln erhalten. RIC kann in Spielfilmen, Kurzfilmen, Drama-Serien, Animationsfilmen oder Dokumentationen investiert werden, sofern die Produktion auf den Kanaren erfolgt.

Abzug für Innovationen: 45%

45% Abzug für technologische Innovationen, die auf den Kanarischen Inseln realisiert werden.

Abzug für Werbung: 10% – 15%

10% bis 15% Abzug für Werbungskosten, um Produkte auf den Markt zu bringen, zur Erforschung ausländischer Märkte sowie zur Teilnahme an Messen und ähnlichen Veranstaltungen, einschließlich jener, die in Spanien mit internationaler Ausrichtung stattfinden.

 

  1. Königliche Rechtsverordnung 15/2014 vom 19. Dezember zur Änderung der Kanarischen Wirtschafts- und Steuerregelung.
  2. Gesetz 19/1994 vom 6. Juli zur Änderung der Kanarischen Wirtschafts- und Steuerregelung gemäß Gesetz 15/2014 vom 19. Dezember
  3. Gesetz 27/2014, vom 27. November, zur Körperschaftssteuer
  4. Artikel 36.2 des Gesetzes 27/2014 vom 27. November zur Körperschaftssteuer
  5. Artikel 36.1 des Gesetzes 27/2014 vom 27. November zur Körperschaftssteuer
  6. Königliche Rechtsverordnung 18/2009 vom 10. Februar zur Regelung des Verfahrens zur Erlangung des Kanarischen Filmzertifikats /Anordnung 22 Mai 2015 regelt die
  7. Anforderungskriterien für den Erhalt der Kanarischen Filmbescheinigung